Was für ein Pfadi-Jahr! Wir blicken zurück...

von Florian Koller v/o Sirius (Kommentare: 0)

Gerade erst hat es begonnen, schon ist es wieder vorbei: das Pfadi-Jahr 2020. Trotz den besonderen Umständen werden wir es aus Pfadi-Sicht als gutes (wenn auch anstrengendes) Jahr in Erinnerung behalten. Aber von Anfang an:

Tierischer Start ins Pfadi-Jahr 2020

Der Start ins neue Jahr war tierisch wild (und trotzdem dachte noch niemand daran, dass das Pfadi-Jahr 2020 so speziell werden würde). Für die Wölfe, die (als Savannentiere verkleidet) der Taufe von Simba beiwohnten. Für die Pfader, die sich mit Tim und Struppi auf eine Expedition ins Ungewisse begaben. Für die Pios, die sich an die Planung von coolen Projekten machten. Und schliesslich auch für die Biber, die dem «Schnee-Superhelden» Mister Frost halfen.

Winterlich ging es auch weiter mit dem Skiweekend unseres Leitungsteams Anfang Februar. In den Davoser Alpen fühlten sich die rund 12 Leitenden auf Ski, Snowboard oder dem Schlitten so richtig wohl.

Zwei Wochen später jährte sich der Thinking Day (zum Gedenken an die Pfadi-Gemeinschaft) und Gross und Klein versammelte sich im Pfadidörfli zu diesem speziellen Anlass. Ein Highlight war sicher die über dem Fallentürlibach gespannte Seilbrücke. Auch beim gemeinsamen Stöbern im Archiv, beim Entziffern von Geheimschriften und einem Hindernisparcours mussten die Pfadi-Familien ihr ganzes Können unter Beweis stellen.

Auf Spurensuche mit Detektiv Fuchs

Aufgrund des Coronavirus, das immer grössere Teile des Alltag vereinnahmte, musste der physische Pfadibetrieb vorerst eingestellt werden. Dass der Pfadibetrieb im Digitalen weitergehen sollte, war für unser Leitungsteam klar. Kurzerhand stellten die motivierten Leiterinnen und Leiter ein Homescouting auf die Beine. Vom 4. April bis zum 6. Juni 2020 machte sich Jung und Alt mit Detektiv Fuchs auf Spurensuche und Einbrecherjagd (wie man auf Top Online oder in der Thurgauer Zeitung lesen und im SRF (ab 03:15 Minuten) hören konnte). Die Teilnehmenden und Detektive machten toll mit und verkleideten sich fleissig als Detektive (auf dem Bild sehen wir den Detektiv Memento Melloni bei der Spurensuche).

Ein weiteres Highlight war ein kreatives Video von unseren Pios und Heinz Schiffer, der Raumschiffe verkaufte. Auch die lange und sehr bunte Steinreihe zierte den Weg im Tälisberg für eine lange Zeit. Zum Abschluss kürten wir die glücklichen Gewinner der Homescouting-Aktion.

Endlich wieder Pfadi!

«Sich endlich wieder einmal mit den Pios zu treffen und eine Aktivität durchzuführen, war super!», sagte Medusa zur ersten Aktivität am 6. Juni 2020. Auch den anderen Pfadis schien das gemeinsame Herumtollen zu tollen Geschichten in der Natur mit Gleichaltrigen gefehlt zu haben. Voller Elan besiegten die Wölfe das Coronavirus, die Pfader mussten die geheime Detektivenparty finden und die Pios zeigten ihr Können in Dachlatten-Dart, Origami-Art und der Katzenpflege. Zum Bericht des Wiedereinstiegs gelangst du hier.

Nach dem Wiedereinstieg dauerte es auch nicht mehr lange bis zum Sommerlager der Pfader- und Piostufe. Mit dem untenstehenden Video stimmten wir euch auf das Sommerlager ein und gewannen gleichzeitig den Lagerblog-Wettbewerb (und damit eine leckere «SchmatzBox» und eine «Profi-Reportage»).

Zusammen mit dem Pfadi-Corps Bischofberg machten sich unsere Pfadis auf ins Sommerlager nach Mogelsberg (auch als «Area 51» bezeichnet), wo sich eingebettet in eine grüne, hügelige Graslandschaft, direkt am Necker unser Lagerplatz befand. Ein Treffen mit dem Lauchmonster , die Zweitageswanderung und der Bau einer megacoolen Rutschbahn (Gratulation den Pios und ihren Leitenden!) waren nur drei von vielen Highlights der ersten Lagerwoche.

Auch die zweite Lagerwoche beinhaltete zahlreiche Höhepunkte: Vom 11-Stunden-Geländegame über einen Pio-Ausflug bis zur Wanderung mit Weitblick. Auch thematisch erlebten die Pfadis einiges: In der zweiten Woche fanden die Teilnehmenden heraus, dass sie Teil einer intergalaktischen Fernsehsendung waren. Das liess sie völlig cool und sie spielten bei der Abschluss-Sendung super mit. Anschliessend ging es dann auch schon wieder nachhause. Um die Frage zu beantworten, wie es den Sola-Teilnehmenden gefallen hat, lassen wir sie am besten selbst sprechen: Auf Facebook oder noch ausführlicher auf unserer Homepage. Einen ausführlichen Bericht zum Lager von der Thurgauer Zeitung findest du auch hier.
Der Juli war aber noch nicht vorbei. Denn Ende Juli fand noch das Weekend unserer Leitenden statt, wo das Miteinander im Zentrum stand. Dabei standen eine 5-stündige Wanderung zum Schweizer «Grand Canyon» (Ofenloch) und ein gemeinsamer Spiele-Abend auf dem Programm.

Vollgepackter Herbst

Am 8. und 9. August wagten sich rund 15 Pfaderfinderinnen und Pfader auf den Oberpfader-Marsch. Sie liefen über 40 Leistungskilometer durch die Nacht und absolvierten vier Pfadi-Technik-Prüfungen. Verständlich, dass die meisten schliesslich nudelfertig im Pfadiheim ankamen. Am darauffolgenden Wochenende fand dann unsere Papiersammlung statt, wo tatkräftig Papier/Karton gesammelt und damit die Abteilungskasse wieder aufgefüllt wurde.

Ende August waren unsere neuen «fätzig-fäschen » Pfadipullis da (ein Must-Have für jeden Pfadfinder! Du hast noch keinen? Dann meld dich bei Anita Wagner.)

An einem abwechslungsreichen Schnuppertag durften wir 35 neue Schnupperlinge begrüssen. Die Impressionen dazu findest du hier und den Artikel dazu hier. Am 19. September 2020 waren wir am Arboner Wochenmarkt anwesend und verkauften kreatives Selbstgebasteltes von unseren Pfadis.

Vom 4. bis 10. Oktober 2020 machten sich unsere Wölfe auf ins Herbstlager 2020, wo sie mit dem Burgerbrater Frank sein Restaurant aufpimpten. Dabei gab es 7 neue Pfadinamen und einen Biber, der direkt (ohne Aktivität) ins Herbstlager kam; mehr dazu liest du hier.

Nachdem die Aktivitäten auf 15 Personen begrenzt werden mussten, fand der Chlaus in diesem Jahr in einer etwas anderen Form statt. Die Kinder und Jugendlichen hatten aber trotzdem ihren Plausch. Aufgrund der Massnahmen des BAG fand die Waldweihnacht nur digital statt. Wir machten wiederum das Beste draus.

Nach einem turbulenten, für uns aber trotzdem bereichernden Jahr möchten wir uns bei allen Eltern für ihr Vertrauen, ihre Wertschätzung und ihre Unterstützung bedanken. Merci allen Teilnehmenden für ihre coolen Ideen und ihr motiviertes Mitwirken. Schliesslich gilt auch ein Dank an alle Leitenden und weiteren Personen, die die Pfadi in diesem Jahr mitgeprägt haben. Es bleibt uns nur noch, euch eine fröhliche Weihnachtszeit zu wünschen und wir hoffen, dass das neue Jahr viele schöne Pfadi-Momente bereithält.

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